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die Quelle, die keine ist

Geht man links an dem Gebäude des IB's den unbefestigten Fahrweg entlang erreicht man nach kurzer Zeit eine Quelle. Die Quelle oder der kleine Wasserfall liegt links vom Fahrweg. In einer Höhe von zirka 4 Metern "entspringt" die Quelle dem Hangwald und wird von einem kleinen Becken aufgefangen. Von hier gelangt das Wasser durch ein Rohr unter dem Fahrweg in den Bach. Oberhalb der Quelle am Rande des Hangwaldes erstreckt sich eine große Streuobstwiese. Leider stehen nicht mehr viele Obstbäume. Hier befindet sich ein großes rechteckiges Bauwerk, dass vielleicht 1/2 bis 1 Meter hoch ist. Es ist völlig bewachsen und zirka 3 Meter tief. Das Bauwerk ist ein Wasserspeicherbecken das aus einem Quellgebiet im Schlegler Feld in Dittelsdorf gespeist wird.Über eine Freispiegelleitung durch die Kemlitzsenke gelangt das Wasser in das Bassin. Die Flachsspinnerei Hirschfelde, zu deren Grundstück diese Wiese gehört, nutzte es als Brauchwasser. Heute wird ein Hydrant daraus gespeist. Die Quelle ist lediglich der Überlauf von diesem Becken. Aber eine gelungene Lösung mit einem Hauch Romantik und Idylle. Im Winter wird sie von Reif und Eis verzaubert.

Parkanlage Müllersche Fabrik (Flachsspinnerei Hirschfelde)

Vor dem ehemaligen Lager- und Verwaltungsgebäude lag ein großzügig angelegter Park mit Springbrunnen und vielen exotischen Hölzern. Dieser Park erstreckte sich aber auch hinter dem Gebäude weit an dem Bach entlang auf einer Lichtung, die rechts von einem Steilhang begrenzt ist. Geht man links an dem Gebäude vorbei den Fahrweg entlang, vorbei an der Quelle, gelangt man an eine Engstelle. Hier steht rechts und links am Bachufer ein Bunker. Die Brücke gibt es leider nicht mehr. Noch ein kleines Stück weiter erstreckte sich dieser Park. Die Lichtung wurde später als Kleingärten genutzt und liegt heute brach. Die Natur holte sich zurück was ihr gehörte. Vor 20 Jahren gab es noch verwilderte Rhododendronbüsche und Gehölze die in einem Mischwald nicht vorkommen. Die Parkanlage vor dem Gebäude wurde nach 1945 als Kleingärten genutzt. Später wurde der Park in Anlehnung an die frühere Gestaltung wieder neu angelegt. Unser Ausgangs-punkt für den ehemaligen Park und die Quelle ist auch Startpunkt für Wanderungen an dem Bach entlang, in das Oberdorf von Rosenthal, nach Schlegel oder nach Dittelsdorf.




der Geierfelsen

Geierfelsen

In dem, am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts von der Familie Müller angelegten Park, befindet sich auch der Sommersitz des Fabrikbesitzers Müller - der Geierfelsen. Ein schmaler Pfad führt hinauf zu der kleinen Felsformation. Auf einem Plato erhebt sich ein kleiner Felsen, und hier gibt es eine kleine Plattform. Stufen führen hinauf auf die kleine Plattform. Es sind noch Reste eines Geländers zu erahnen, ebenso die frühere Überdachung des Sommersitzes. Der kleine Felsen und der Fabrikbesitzer - der Volksmund gab ihm den Namen.
Von hier hatte man bestimmt einen herrlichen Ausblick. Inzwischen sind die Bäume zu hoch. Hier her gelangte der Fabrikbesitzer über einen kleinen hölzernen Steg über den Bach unmittelbar hinter dem Herrenhaus gelegen. Das gesamte riesige Gelände war gegen die B 99 westlich und dem Ort Rosenthal früher von einem hohen Holzzaun umgeben um ungebetene Besucher fernzuhalten. Zaun und hölzerner Steg verschwanden in den 1970er Jahren.

Geheimnisvolle Fabrik

Hinter der ehemaligen Parkanlage und auch in der alten Kleingartenanlage finden wir alte Bunker. Da an der Engstelle des Fahrweges die Brücke fehlt, halten wir uns an den linken Bunker und gehen weiter durch eine ebenfalls inzwischen verwilderte Kleingartenanlage. Hier begegnen uns eigenartige Bauten oder Reste davon. Heute spricht man von der - geheimnisvollen Fabrik- in der, im 2. Weltkrieg, Flugbenzin hergestellt werden sollte. Hier bin ich mir nicht sicher. Mit Sicherheit sollte das Flugbenzin hier eingelagert werden, wozu es wohl nie gekommen ist. In dem Tal, von Hangwälderen umgeben, war diese Anlage gut geschützt. Später nach dem Krieg hat man hier Teerhaltige Flüssigkeit eingelagter. Diese wurden mit Eisenbahnwagen auf das Gleis der Flachsspinnerei Hirschfelde transportiert und über Rohrleitung in die Bunker gepumt. Und später wieder ausgepumt. Es ist mir nicht bekannt ob alle Bunker damit gefüllt wurden. Der Bunker rechts am Bachufer ist offen und man kann den Teergeruch noch gut wahrnehmen. Dieser Bunker wurde zu DDR-Zeit als Schießstand der GST genutzt. In dem linken Bunker war Pyrotechnik gelagert.
Führungen können Sie in der Fleischerei Engemann erfragen.