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Rosenthal an der Neiße

In der schönen Oberlausitz im Landkreis Görlitz liegt die Gemeinde, jetzt Ortsteil der Stadt Zittau, HIRSCHFELDE. Der malerische Ortsteil : Rosenthal, der sich nicht Ortsteil nennen darf, liegt an einem Südhang eines Berges. Rosenthal erlebte eine wechselvolle Geschichte und diese ist auch mit den Dörfern Rohnau und Scharre, die heute auf dem Gebiet der Polnischen Republick liegen, verbunden. Alle drei Dörfer verfügen über keine eigene Kirche. Zu Hirschfelde wollte und sollte Rosenthal nie richtig gehören. Auch nach dem es 1570 in die Hirschfelder Hauptkirche eingepfarrt wurde hatten die Rosenthaler keine Stände wie die übrigen Ortschaften und hatte dies auch 1857 noch nicht.
Internationaler Bund
Hirschfelde
Rosenthal wurde vom Berg hinab in's Tal besiedelt und bebaut. Die Lage des Dorfes auf dem Berg, obwohl es den Namen Thal führt, erklärt den auch in den Kirchbüchern üblichen Ausdruck: auf dem Rosenthale. Ursprünglich bestand Rosenthal nur aus den Bauerngütern und Gärtnernahrungen auf der Höhe des Berges. Erst nach 1778 war die Bebauung allmählich den Berg hinabgerückt bis an die Kemlitz und die Neiße. Im Laufe der Geschichte erblühte es zum Luftkurort und besaß Weinberge. Später war es bekannt durch die Flachsspinnerei (umgangssprachlich: Müllersche Fabrik, 1846) und heute führt im Niederdorf der Oder/Neiße Radweg hindurch und erfreut sich wachsender Beliebheit.
Die zunehmende Zahl der Radtouristen lernt aber nur den jüngsten und zu dem kleinsten Teil von Rosenthal kennen. Die Fleischerei Engemann bietet den Radfahrern nicht nur Parkmöglichkeiten und sorgt für das leibliche Wohl, es bietet auch ein Fahrt mit dem Schlauchboot an. Neben Radfahren und Schlauchbootfahrt bietet die Umgebung auch wunderschöne Wandermöglichkeiten. Von der kleinen Tour zur geheimnissvollen Fabrik, bis zur Wanderung zum Oberdorf. Ein Wanderweg führt zur Schlegler Mühle und quert auch Dittelsdorf. Es gibt die Möglichkeit über den Mühlweg zur Kemlitz und zurück nach Rosenthal zu laufen, aber auch aus dem Neißtal führen mehrere Wanderwege den Berg hinauf.
Die alte Wäscherei
Rosenthal, Ziehberg
Der Rosenthaler Berg erlangte schon in früheren Zeiten eine gewisse Berühmtheit als steilster Berg der Umgebung. Ob man wollte oder nicht, die damals wichtige Handelsstraße von Zittau, aber auch von Friedland, nach Görlitz führte über diesen Berg. Für die Fuhrwerke leistete die im Niederdorf angrenzende und zu Hirschfelde gehörende Mühle Vorspanndienste bis zum Wechsel am Kretscham im Oberdorf. Schweren Fuhrwerken wurde nicht selten bis zu 10 Pferde vorgespannt und oft ein Teil der Ladung abgeladen um hinhauf zu kommen. Der heutige "Ziehberg" erinnert an diese alte Straße. Im Jahr 1843 wurde die Umgehungsstraße, heute die Bundesstraße B 99, durch das Kemlitztal gebaut. Der Kretscham wurde im Herbst 1982 im Rahmen einer Feuerwehrübung kontrolliert abgebrannt. Das Gebäude befand sich in einem katastrophalen, verfallenen Zustand.
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